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Vereinsgeschichte des VfK - Ein kurzer Überblick

Im Oktober 1903 taten sich 3 Männer zusammen, um ihren Drang nach schwerathletischer Betätigung in einem eigenen Verein nachzugehen- der Ring- und Stemmclub "Trio" Linden entstand,ab 1924 nannte man sich Verein für Körperkultur (VfK).

Der VfK ist der zweitälteste und wohl der erfolgreichste niedersächsische Kraftsportverein. Viele großartige Erfolge gingen von diesem Verein aus, jedes Jahrzehnt hat seine großen Meister hervorgebracht. So sei z.B. zu erwähnen dass Heinrich Bruer und Gustav Hamann 1932 Deutsche Vizemeister im Ringen wurden, wobei Heinrich im Finale nur knapp gegen den damaligen Olympiasieger Justin Gehring verlor.

1933 verbündeten sich 6 Vereine, unter anderem auch der VfK, um bis in den 2. Weltkrieg hinein wiederholt Bezirksmeistertitel mit den Ringer und Gewichthebermannschaften zu erringen.  Nicht minder erfolgreich waren die Sparten der Sportakrobaten, hier besonders zu erwähnen mit den "2 Bredos" Heinrich Bruer und Otto Brede, die 1938 bei den DM in Stuttgart die Bronzemedaille erringen konnten. Oder auch der erfolgreichste Athlet der 30er und 40er Jahre, Otto Lehmann, der jahrelang den Gaurekord im beidarmigen Drücken hielt und mit seiner Leistung nur knapp unter dem damaligen Weltrekord lag.

 

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Bild: Training in der alten Humboldtschule

 

Der 2. Weltkrieg riss eine große Lücke in das Vereinsgeschehen, Viele Athleten kehrten nicht mehr nach Hause zurück. Dennoch ließen sich die übrigen Vereinskameraden nicht unterkriegen und bauten den Verein wieder neu auf. Und die Erfolge stellten sich auch bald wieder ein. Mehrere Medaillen bei Deutschen Meisterschaften im Ringen durch Karl Pläp und Richard Lamsat in den 50er Jahren unterstrichen dies deutlich. Überhaupt waren die Ringer seinerzeit auch als Mannschaft äußerst erfolgreich, zwischen 1948 und 1964 wurde 7x der Landestitel und 4x der Vizetitel errungen. Viele interessante Begegnungen wurden für ein sehr interessiertes Publikum ausgerichtet, wie z.B. 1958 ein Kampf gegen den damaligen DDR Meister SC Chemie Halle, der aber 1:18 verloren ging. Doch auch die Gewichtheber stellten eine sehr starke Mannschaft, von 1950 bis 1963 wurden sie 10x Landes-und 5x Norddeutscher Meister. Einige Athleten dieser Zeit sind auch heute noch aktiv.

Die großen Erfolge der 50er und 60er Jahre konnten in diesem Maße in den darauffolgenden Jahren leider nicht mehr wiederholt werden.

 

Nach dem Umzug 1962 in die neue Humboldtschule gingen Mitglieder und Zuschauerzahlen deutlich zurück,als ein Grund hierfür sei unter anderem die Verbreitung des Fernsehens zu nennen, dass die Menschen immer mehr vom Verein fernhielt. So musste man sich Gedanken machen, wie dieser Rückgang abzufedern sei, es wurde 1968 eine Fitnessabteilung gegründet. Weitere Sportarten kamen hinzu, so wurde 1992 eine Rasenkraftsportsparte ins Leben gerufen, die aber leider genau wie das geschichtsträchtige Ringen beim VfK so gut wie ausgestorben ist.


Momentan beschränken sich die sportlichen Aktivitäten des VfK auf das Gewichtheben und den Kraftdreikampf, hier vor allem Bankdrücken und allgemeine Fitness.

Erfolgreiche Athleten der letzten Jahre sind Olga Miljukov, Günter Stangel und Thorsten Diekmann.

 

Miljukov errang die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften im Gewichtheben 2015, im Jahr 2016 wurde sie sogar Deutsche Vizemeisterin.

 

Stangel ist Deutscher Vizemeister und Vizeweltmeister im Bankdrücken der Senioren bis 90,0 Kg mit einer gedrückten Last von 212,5 Kg.

Diekmann ist mehrfacher Deutscher Meister im Gewichtheben und ging bei Mannschaftswettkämpfen in der Bundesliga für den AC Soest und den HSC Blau Weiss Schwalbe Tündern an die Hantel. Seine Bestleistungen sind 150 Kg im Reißen und 182,5 Kg im Stoßen. Die Teilnahme an der Junioren-WM im Jahre 1998 in Sofia mit den 9. Plätzen im Reißen und Stoßen stellen den bisher größten Erfolg dar.

 

Seit einiger Zeit startet der VfK auch wieder bei Mannschaftswettkämpfen, so konnte man im Jahr 2013 den Gewinn der Nordliga feiern. Hier treten Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen gegeneinander an.